Android und Samsung One UI, Stand August 2026
Bildschirmaufnahme auf Android und Samsung
Android macht es von allen Systemen am einfachsten: Die Aufnahme sitzt in den Schnelleinstellungen, und die Tonfrage – das große Thema am Mac – wird hier vor jedem Start einfach abgefragt. Trotzdem gibt es zwei, drei Stellen, an denen es hakt.
+ das wichtigste in kürze
- Starten: mit zwei Fingern von oben wischen → Kachel Bildschirmaufnahme antippen.
- Ton wird vorher gefragt: kein Ton, Medienton (was das Gerät abspielt) oder Medienton und Mikrofon.
- Beenden über das Stopp-Symbol in der Statusleiste; das Video liegt in der Galerie bzw. Google Fotos.
- Samsung kann mehr: Videoqualität wählen, während der Aufnahme zeichnen, Frontkamera einblenden.
bildschirm-aufnehmen.de · Geprüft mit Android 16 / One UI 8, August 2026
So läuft die Aufnahme
- Schnelleinstellungen öffnen: mit zwei Fingern vom oberen Rand nach unten wischen (einmal wischen zeigt nur die erste Reihe).
- Kachel Bildschirmaufnahme antippen. Fehlt die Kachel, tippe auf das Stift- bzw. Plus-Symbol und zieh sie aus der Kachelliste nach oben – einmalig, wie am iPhone das Kontrollzentrum.
- Tonquelle wählen (dazu gleich mehr) und entscheiden, ob Berührungen sichtbar sein sollen – für Anleitungen: ja.
- Starten. Nach dem Countdown läuft die Aufnahme; ein roter Punkt oder Zähler erscheint in der Statusleiste.
- Beenden: Statusleiste herunterziehen, Stopp antippen. Das Video liegt in der Galerie (Samsung) bzw. in Google Fotos → Bibliothek → Filme.
Die Tonfrage – hier ist Android am ehrlichsten
Android fragt vor jeder Aufnahme, welchen Ton du willst:
- Kein Ton – stummes Video, für viele Anleitungen völlig okay.
- Medienton – das, was das Gerät abspielt: App-Sounds, Musik, Videoton. Das ist der „Systemton“, um den es am Mac so viel Gewese gibt – hier ist er ein Menüpunkt.
- Medienton und Mikrofon – Gerät und deine Stimme zusammen. Die richtige Wahl für kommentierte Anleitungen.
Aber: Einzelne Apps dürfen die Tonaufnahme unterbinden – dann bleibt die Medienton-Spur trotz richtiger Einstellung leer. Das ist keine Fehlbedienung, sondern eine Entscheidung der jeweiligen App (typisch bei Streaming und Banking, wie überall: Netflix & Co. liefern zusätzlich schwarzes Bild).
Samsung: die Extras von One UI
Auf Galaxy-Geräten heißt die Kachel Bildschirmrecorder und bringt unter Einstellungen → Erweiterte Funktionen → Screenshots und Bildschirmrecorder drei Extras mit:
- Videoqualität bis 1080p – für Anleitungen, die du weitergibst, die höchste Stufe wählen.
- Zeichnen während der Aufnahme: Über das Stift-Symbol kannst du live markieren, wohin getippt werden soll – für Erklärvideos ein echter Gewinn.
- Frontkamera einblenden: dein Gesicht als kleine Kachel in der Ecke, wie bei Loom-Videos am Desktop.
Typische Stolpersteine
- Die Kachel fehlt. Erst in die Kachel-Bearbeitung schauen (Stift/Plus). Nur auf sehr alten Geräten (vor Android 11) fehlt die Funktion wirklich.
- Leere Tonspur: App blockiert die Aufnahme (siehe oben) oder als Quelle war doch kein Ton gewählt – die Auswahl merkt sich das Gerät vom letzten Mal.
- Benachrichtigungen im Video: Vor der Aufnahme den Nicht-stören-Modus einschalten. Private Chat-Vorschauen sind der häufigste Grund, eine Aufnahme wegwerfen zu müssen.
- Riesige Dateien beim Versand: Bildschirmvideos verlieren in WhatsApp & Co. stark an Qualität. Besser über Google Drive oder als Datei teilen.
Wenn Android nicht mehr reicht
Ehrlich: Für die Aufnahme des Geräts selbst reichen die Bordmittel praktisch immer – bezahlte Android-Recorder-Apps bringen vor allem Werbung mit. Der eigentliche Aufstieg ist ein anderer: Wer App-Tutorials produziert, nimmt irgendwann nicht mehr auf dem Gerät auf, sondern spiegelt es auf den Rechner oder baut die Anleitung gleich am Desktop – mit den Werkzeugen aus Programme im Vergleich und dem Arbeitsablauf aus Tutorials und Kurse.
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